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FAQ - Fragen zum Datenschutz an Schulen

Vertretungspläne online

Wie und wo dürfen Vertretungspläne online zur Verfügung gestellt werden?

Vertretungspläne sollen u. a. dazu dienen, das durch den Stundenplan vorbereitete Verhalten von Schülerinnen und Schülern oder Lehrkräften aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Schülerinnen und Schüler benötigen Informationen, wenn sie einen anderen als den geplanten Lernort aufsuchen müssen. Vertretende Lehrkräfte benötigen Informationen, um den Vertretungsunterricht fachlich übernehmen zu können.

Die Veröffentlichung von Vertretungsplänen über digitale schwarze Bretter innerhalb der Schule ist zulässig, ebenso wie die Bereitstellung über einen passwortgeschützen Bereich (z. B. LOGINEO NRW). Die öffentliche Bekanntgabe von Vertretungsplänen im Internet, z. B. auf der Schulhomepage widerspricht dem Datenschutz.

Der Zugang zum passwortgeschützen Bereich, in dem der Vertretungsplan liegt, ist nicht zwingend über personalisierte Logins zu realisieren. Es wird als ausreichend angesehen, wenn den berechtigten Personen der Schulgemeinede die Zugangsdaten z.B. mit Ausgabe des Stundenplans bekannt gegeben werden. Schulhalbjährlich und wenn bekannt wird, dass eine größere Zahl nicht berechtigter Personen Kenntnis der Zugangsdaten erlangt haben sollten, sind die Zugangsdaten zu ändern.

Referendare und Betreuungspersonal im Ganztag

Welche personenbezogenen Daten dürfen Lehramtsanwärter und pädagogische Mitarbeiter im Ganztagsbereich einer Schule einsehen?

Im Rahmen des Bildungsauftrages dürfen LAA und Mitarbeiter im Ganztag - genau wie Lehrkräfte - auf die Daten der Schülerinnen und Schüler zugreifen, soweit dies zur Erfüllung der ihnen von der Schule übertragenen Aufgaben erforderlich ist.

Protokolldaten in Lernplattformen

Dürfen Lehrkräfte die Protokolldaten von Lernplattformen einsehen?

Rechtsgrundlage für die Erhebung und Verarbeitung von Protokolldaten bei der Nutzung informationstechnischer Systeme – z. B. einer Lernplattform – stellen die im Datenschutzgesetz geforderten technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Gewährleistung der Anforderungen des Datenschutzes dar. Die genannten Daten werden also nicht auf Basis des Schulgesetzes erhoben, sondern dienen allein der Integrität und Revisionsfähigkeit der informationstechnischen Systeme.

Die Herausgabe von Protokolldaten durch zugriffsberechtigte Personen darf nur nach richterlicher Anordnung an die Ermittlungsbehörden erfolgen. Hier steht das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Schülerinnen und Schüler klar über den pädagogischen Interessen der Lehrkräfte – „einen Lehrer interessiert außerhalb einer Klassenfahrt nicht, wann seine Schüler ins Bett gehen“.

Schülerdaten auf Lehrergeräten

Dürfen Noten und Verhaltensdaten von Schülerinnen und Schülern auf privaten Geräten der Lehrkräfte gespeichert werden?

Noten und Verhaltensdaten von Schülerinnen und Schülern sind personenbezogene Daten und unterliegen besonderem Schutz. Die Erhebung und Speicherung dieser Daten ist im Rahmen des Bildungsauftrages der Schule durch das Schulgesetz möglich. Verantwortlich für die datenschutzkonforme Behandlung der Daten ist die Schulleitung. Lehrkräfte dürfen Noten und Verhaltensdaten ihrer Schülerinnen und Schüler mit Erlaubnis der Schulleitung auf privaten Geräten speichern, wobei sich die Schulleitung jederzeit über den Einsatz technisch-organisatorischer Maßnahmen zum Datenschutz überzeugen kann. Gegen unbefugte Benutzung müssen die verwendeten Geräte mit einem Passwort gesichert und die gespeicherten Daten in verschlüsselter Form vorgehalten werden.


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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 20.September 2017

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