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Grundlagen der Ausstattung

Schülerarbeit

Quelle: Medienberatung NRW

Das Schulgesetz benennt die Schulträger, die eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Ausstattung der Schulen verantworten. Da ein Schulträger in der Regel mehrere Schulen und Schulformen auszustatten hat, empfiehlt sich die zentrale Organisation der Beschaffung. Es sind Synergieeffekte zu erwarten, wenn ein oder mehrere Schulträger ihre Schulen zentral und einheitlich mit Software und Hardware ausstatten. Einsparungen im Bereich der Einkaufspreise, der Lizenzgebühren, im Bereich der Fortbildung und des Supports können so realisiert werden. Dies bedeutet in keiner Weise, dass schulrelevante und schulformspezifische Besonderheiten keine Berücksichtigung finden sollen. In Nordrhein-Westfalen sind Spenden und Sponsoring im schulischen Bereich grundsätzlich möglich. Näheres regeln § 98 und § 99 des Schulgesetzes NRW (Schulgesetz für das Land NRW, 2005). Auch Fördervereine haben eine weite Verbreitung. Vielfach scheint es naheliegend, die zur Verfügung stehenden Gelder für die Anschaffung von IT aufzuwenden. Diese Verwendung muss im Vorfeld sorgfältig geprüft werden, denn die Anschaffung von IT-Endgeräten oder interaktiver Visualisierungshilfen ist zwar schnell getätigt, doch sind diese Investitionen ohne pädagogisches Konzept kaum nutzbringend und ziehen überdies Folgekosten unbekannter Tragweite nach sich, die beim Einkauf vielleicht nicht bedacht wurden. Daher sollte vor dem Einsatz solcher Mittel überlegt werden, ob sie alternativ in eher wartungsfreie Schuleinrichtungen fließen können. Die Medienberaterinnen und Medienberater der Kompetenzteams, der Schulträger oder auch externe IT-Dienstleister sind hier hilfreiche Ansprechpartner.

Die Bildung von oder die Nutzung bestehender Einkaufsgemeinschaften auf Ebene der Schulträger kann unter dem Gesichtspunkt der Kostensenkung Sinn machen. Dabei müssen es nicht zwangsläufig die Nachbarkommunen oder Schulen sein, die miteinander kooperieren, sondern beispielsweise auch größere regionale Verbünde, die z. B. über kommunale Dienstleister Rahmenverträge schließen. Europäisches sowie deutsches Recht regeln umfangreich den Rahmen öffentlicher Ausschreibungen. Gerade im Bereich der Beschaffung von Informationstechnologie ist dies daher keine leichte Aufgabe. Die von der BITKOM betriebene Webseite ITK-Beschaffung will den öffentlichen Auftraggebern in Bund, Ländern und Kommunen eine verlässliche und verständliche Hilfe an die Hand geben, ihre Ausschreibungen zur Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnologie produktneutral, d. h. ohne Verwendung geschützter Markennamen oder der Nennung eines bestimmten Herstellers und unter Berücksichtigung aktueller technischer Anforderungen zu formulieren (www.itk-beschaffung.de). Dabei sind die EVB-IT (Ergänzende Vertragsbedingungen für die Beschaffung von Informationstechnik), also Einkaufsbedingungen der öffentlichen Hand für IT-Leistungen und durch die Vergabestellen grundsätzlich zu beachten.


Schülerarbeit

Quelle: Stefan Arendt, LVR-ZMB

Mobile Endgeräte und digitale Präsentationstechnik sind grundlegende zeitgemäße Ausstattungskomponenten. Unterrichts- und Fachräume sollten mit fest an der Decke oder an der Wand installierten Beamern oder Kurzdistanzbeamern oder alternativ durch andere festinstallierte Präsentationsmöglichkeiten (beispielsweise große Bildschirme) ausgestattet werden. Für die Raumplanung neuer Schulräumlichkeiten ist es unerlässlich, eine zukunftsträchtige Netzwerkinfrastruktur zu berücksichtigen. Es sollten mindestens zwei Netzwerkdoppeldosen in jeden Raum führen. Für einen eventuell späteren LAN/WLAN Ausbau sollte eine Doppeldose im Deckenbereich angebracht sein. Für den Lehrerpultbereich ist eine weitere Doppeldose zu empfehlen. Im direkten Vergleich sind LAN-Verbindungen kabellosen Übertragungswegen heute noch - aufgrund von Datenübertragungsgeschwindigkeit und Stabilität - überlegen und sollten, wenn möglich, eingesetzt werden. Durch neue WLAN-Standards kann sich dies jedoch in absehbarer Zeit ändern. Hierdurch sind deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich, dabei ist allerdings die Anbindung der APs (Accesspoints) an LAN-Kabel unerlässlich.



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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 20.September 2017

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