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Tablets

Tablet mit Schülern

Quelle: Stefan Arendt, LVR-ZMB

Wenn man sich heute – zu Beginn des Jahres 2014 – auf deutschen Schulhöfen umschaut, sieht man häufig Schülerinnen und Schüler (und im Lehrerzimmer auch Lehrerinnen und Lehrer), die ein Smartphone oder ein Tablet mit sich führen und mit diesen Geräten die unterschiedlichsten Dinge erledigen.

Aufgrund der stetig steigenden Zuwachsraten (im deutlich zweistelligen Bereich) stellt sich auch hier – wie bereits vor rund 10 Jahren beim Aufkommen der Laptops – die Frage, ob und vor allem wie man diese mobilen Geräte sinnvoll in den Unterricht integrieren kann.

Auch wenn man derzeit durchaus einen anderen Eindruck bekommen kann, so gibt es nicht nur Geräte der Fa. Apple, sondern auch Tablets, die mit einem Android- oder Windows-Betriebssystem laufen. Allerdings setzen derzeit alle online-dokumentierten Schulprojekte auf iOS und damit auf das iPad.

Auf den folgenden, zugeordneten Seiten finden Sie Informationen rund um das Thema Tablets in der Schule, insbesondere Hinweise auf Internetauftritte von Schulen, die diese Geräteklasse im Unterricht einsetzen. Darüber hinaus gibt es bereits erste wissenschaftlich begleitete Studien, die sich mit der schulischen Nutzung von iPad und Co. auseinander setzen.

Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklungen sind wir bestrebt, diese Seiten ständig zu aktualisieren. Dabei können Sie uns gerne aktiv unterstützen und uns auf noch nicht gelistete Projektseiten und sonstige Dokumentationen zum Thema "Tablets in der Schule" hinweisen.


Tablets - Vorteile

intuitive Bedienung
Die intuitive Bedienung der Geräte wie auch der benutzen Software (Apps) lässt Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte schnell mit den Geräten zurechtkommen.

geringes Gewicht
Das geringe Gewicht kann die Schultaschen leichter machen. Mit weniger als 1 kg wiegt ein Tablet kaum mehr als ein gebundenes Schulbuch und selbst mehrere der Geräte lassen sich recht problemlos von A nach B transportieren. Neben dem Gewicht sind hier auch die Größe und das Fehlen sämtlicher Peripheriegeräte (Maus, Tastatur, Monitor) entscheidend.

einfache Unterbringung
Die Unterbringung - sofern die Tablets in der Schule verbleiben - ist aufgrund der geringen Gerätemaße nicht in teuren, großen Rollwagen nötig. Auf Diebstahlsicherheit muss dann allerdings in besonderer Weise geachtet werden.

geringer Platzbedarf
Neben einem Desktop-Rechner oder einem ausgewachsenen Laptop bleibt auf den Schülertischen kaum noch Platz für weiteres Unterrichtsmaterial. Ein Tablet einen sehr geringen Platzbedarf, sodass Lehrwerke, Stifte und Hefte parallel bequem genutzt werden können und die Geräte vollständig in den Unterricht integriert werden können.

unmittelbare Nutzung
PCs oder Laptops erfordern vor der Nutzung ein durchaus zeitfressendes Hochfahren. Bei Tablets entfällt dieses und eine unmittelbare Nutzung ist möglich: Schutzklappe hoch oder Knopf gedrückt und los geht's.

direkter Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern
Der direkte Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern wird nicht durch Bildschirme behindert. Somit herrscht von vornherein eine ganz andere Arbeitsatmosphäre als im Computerraum oder bei der Arbeit mit Laptops.

Robustheit
Da die Geräte nur über wenige Anschlussbuchsen und bewegliche Teile wie z. B. Scharniere verfügen, die kaputt gehen könnten, sind Tablets in der Regel sehr robust.

Tablets - Nachteile

Netzanbindung notwendig
Eine Internetverbindung ist lediglich über WLAN möglich. Schulen, die in der Vergangenheit in eine strukturierte Verkabelung investiert haben, müssten hier umdenken. Der Zugang über Mobilfunk (UMTS, LTE) ist zwar ebenfalls möglich, scheidet aber derzeit aus Kostengründen meist (noch) aus.

wenig Speicher
Die Geräte verfügen in der Regel nur über wenig eingebauten Speicher, so dass die Dokumentensicherung eine besondere Herausforderung darstellt.

fehlende Tastatur
Das Schreiben längerer Texte ist auf der eingeblendeten Tastatur (zunächst) eher mühselig, klappt nach einer gewissen Eingewöhnungszeit aber oft ganz gut. Externe Tastaturen sind an die meisten Geräte anschließbar, allerdings muss man damit auch wieder gewisse Nachteile in Kauf nehmen (Transport, Peripheriegerät).

Der Funktionsumfang installierter Software (Apps) lässt sich derzeit nicht unbedingt mit dem ausgewachsener Software vergleichen.

Nicht alle Geräte verfügen über USB-Anschlüsse, sodass externe Speichermedien dann nicht angeschlossen werden können.

Tablets, na klar?!

Bevor sich eine Schule gemeinsam mit dem zuständigen Schulträger für die Anschaffung von Tablets entscheidet, sollte – wie bei jeder anderen IT-Ausstattung auch – genau überlegt und schriftlich im Medienkonzept und im Folgenden auch im Medienentwicklungsplan der Kommune fixiert werden, für welche pädagogische Herausforderungen diese mobilen Geräte eingesetzt werden sollen.

Fehlt eine sinnvolle Antwort auf diese Grundfrage, sollte vom Kauf Abstand genommen werden. Wie bei jeder Entscheidung zur schulischen IT-Ausstattung sollte der zweite Schritt nicht vor dem ersten liegen. Ausgangspunkt darf nicht die Frage sein, was man mit einem neuen Gerät alles „anstellen" kann, sondern welche alltäglichen pädagogischen und auch organisatorischen Aufgaben durch den Einsatz der Geräte vereinfacht, befördert oder gar erst ermöglicht werden. Bei der neuen Geräteklasse der Tablets handelt es sich nicht um abgespeckte Computer, sondern eher um die großen Brüder der Smartphones. Dies bringt sowohl eine Menge Vorteile, aber auch gewisse Nachteile mit sich, die sorgfältig abgewogen werden müssen.

Aus der Zusammenfassung der Vor- und Nachteile ergibt sich, dass die zu treffende Entscheidung nicht lautet: "Kaufen wir Computer oder Tablets?", sondern "Für was brauchen wir (noch) Computer und in welchen Lern- und Arbeitsszenarien setzen wir Tablets ein?"

Übrigens:
Tablets und TabletPCs sind zwei unterschiedliche Geräteklassen. Eine Erklärung der Begrifflichkeiten findet sich hier:

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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 09.Oktober 2015

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