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Das Foto zeigt von links nach rechts:
Wiebke Veit, Olga Voznyuk, Sven Petersen, Jessica Wettläufer, Sebastian Czok, Jennifer Heisters, Dr. Ulrich Heinemann (Abteilungsleiter MSW und Laudator), Jakob Scheidgen, Michael Thessel (Leiter der Medienberatung NRW und Laudator).
(C) Dominik Schmitz, LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Die Preisträgerinnen und Preisträger
Zehn Jahre ExaMedia NRW stellen eine zehnjährige Erfolgsgeschichte dar. Zahlreiche Examensarbeiten wurden eingereicht, zuletzt so viele wie nie zuvor: über 70 Arbeiten im Durchgang 2011/2012, die sich innovativ mit Medien im Kontext von Schule beschäftigen.
Zehn Jahre ExaMedia NRW heißt auch: Es konnten Arbeiten ausgezeichnet werden, die vielfältige Themenaspekte behandelten und ein großes Spektrum an Schulformen, Schulstufen und Fächern abdecken.
In den eingereichten Examensarbeiten zu ExaMedia NRW ging es immer wieder um beides: um die innovative Unterrichtsentwicklung mit einem zeitgerechten Einsatz digitaler Medien, aber auch um die Förderung von medialer Schulentwicklung, ohne die letztlich Unterricht nicht mediengestützt entwickelt werden kann.
Kontinuierlich haben das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW den Wettbewerb ausgerufen und die Medienberatung NRW seine Durchführung unterstützt. Über sechzig angehende Lehrerinnen und Lehrer sind für ihre herausragenden Arbeiten prämiert worden. Dabei wurde auch immer wieder außer der Reihe die Möglichkeit genutzt, durch vergebene Sonderpreise Arbeiten zu würdigen, die positiv „aus der Reihe" fielen.
Der Wettbewerb ExaMedia NRW hat dazu beigetragen, dass es sich für angehende Lehrerinnen und Lehrer lohnt, den Medieneinsatz an Schulen unter die Lupe zu nehmen und neue Wege zu entwerfen.
Sebastian Czok: "Lehramtsstudierende und Medienkompetenz. Zur Frage des Einsatzes von Computerspielen im Unterricht und wie dadurch die Unterrichtsqualität erhöht werden kann"
In dieser an der Universität zu Köln verfassten Arbeit zur Fragestellung „Gehören Computerspiele in den Unterricht"wird mittels eines Leitfadeninterviews explorativ in Erfahrung gebracht, ob Lehramtsstudentinnen und -studenten Computerspiele im späteren Unterricht zur Steigerung der Unterrichtsqualität nutzen bzw. thematisieren wollen. Ziel dieser Forschung ist das Aufstellen von Thesen zu den Vorstellungen der Studierenden von Einsatzmöglichkeiten im Unterricht und ein Abschätzen ihrer medienpädagogischen Kompetenz. Weiterhin wird durch diese qualitative Forschung der Blick auf das Hochschulangebot zu Computerspielen gelenkt.
Sven Petersen und Jessica Wettläufer: "Untersuchung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der achten Klasse bei der Klassifikation von Vierecken unter Berücksichtigung des Einsatzes von dynamischer Geometrie-Software"
Die Masterarbeit wurde von Frau Wettläufer und Herrn Petersen bei Herrn Prof. Henn an der TU Dortmund eingereicht. Sie thematisiert den Einsatz von DGS im Mathematikunterricht der Jahrgangsstufe acht. - Die Schülerinnen und Schüler lernen das Programm Geonext kennen und arbeiten mit Aufgabenkarten aus dem Mathekoffer. Sie nutzen die Software, um Hypothesen zu verifizieren oder zu falsifizieren, indem sie Konstruktionen von Vierecken mit bestimmten Eigenschaften konstruieren.
Olga Voznyuk: "Förderung der fremdsprachigen Lesekompetenz am Beispiel des autonomen Trainings (LesenHQ)"
Die an der Ruhr-Universität Bochum verfasste Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung der fremdsprachlichen Lesekompetenz am Beispiel des Lehr- und Lernsystems LesenHQ. LesenHQ ist ein interaktives internetbasiertes Studiensystem zur systematischen Entwicklung der Lesekompetenz in Fremdsprachen. Mit seinen Kursfüllungen DeutschHQ und RussianHQ verfolgt LesenHQ das Ziel, den Lernenden unterschiedliche Lesestile bzw. Lesestrategien zu vermitteln und somit die Lesekompetenz in den Fremdsprachen Deutsch und Russisch zu fördern.
Während im Bereich der muttersprachlichen Lesekompetenz zahlreiche Förderkonzepte eingesetzt werden, besteht in der Fremdsprachendidaktik ein erhöhter Entwicklungsbedarf an Fördermaßnahmen für die fremdsprachliche Lesekompetenz. Besonders augenfällig wird diese Problematik, wenn man das Angebot an neuen Medien ausschließlich für die Förderung der Lesekompetenz in Fremdsprachen untersucht. Nur wenige davon richten sich auf die Förderung der Lesefertigkeiten in einer Fremdsprache. Für die Leseförderung in tertiären Fremdsprachen wie Russisch gibt es fast kaum Angebote durch neue Medien. Vor dem Hintergrund der geschilderten Problematik der systematischen Leseförderung in Fremdsprachen durch neue Medien will diese Arbeit am Beispiel des didaktischen Konzepts des Lernsystems LesenHQ einen Beitrag zur didaktischen Gestaltung der Selbstlernprogramme für die Leseförderung in Fremdsprachen leisten.
Wiebke Veit: "Digitaler Kinderstadtplan - Schülerinnen und Schüler erkunden und bewerten die Freizeitaktivitäten ihres Nahraumes im Rahmen von projektartigem Arbeiten mit Moodle in einer 5. Klasse eines Gymnasiums"
Die Hausarbeit beschreibt und evaluiert eine Unterrichtsreihe, welche sich thematisch auf die Freizeitaktivitäten des Heimatsortes der Schülerinnen und Schüler bezieht. Diese wurden zunächst erkundet, mit Hilfe eines Fragebogens bewertet und Eindrücke dokumentiert (Fotos) und später dann in einen digitalen Stadtplan übertragen.
Methodisch rückt die Arbeit vor allem das selbstständige und projektorientierte Lernen mit digitalen Medien (Lernplattform Moodle) in den Fokus. Das Konzept verfolgt dabei folgende Ziele: Die Arbeit mit Moodle soll allgemein das Lernen mit digitalen Medien fördern, zudem verfolgt das Konzept eine starke, außerunterrichtliche Kommunikation unter den Lernenden, es soll produkt- und handlungsorientiert sein und damit die Lernenden motivieren, sich mit den fachrelevanten Sachverhalten und Arbeitsweisen intensiv auseinanderzusetzen. Damit soll das Konzept einen Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung der Ausbildungsschule leisten. Als Ergebnis der Unterrichsreihe steht ein von den Schülerinnen und Schülern selbst erstellter, digitaler Kinderstadtplan, welcher Kino, Reiterhof und Co. auflistet und bewertet. In seiner digitalen Form ist er für die nachfolgenden Jahrgänge nutzbar und erweiterbar.
Jakob Scheidgen: "Computerführerschein – konzeptionelle Überlegungen für die Förderung der Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung"
Die Arbeit setzt sich auf innovative Weise mit der Fragestellung auseinander, wie die bisher im Umgang mit neuen Medien stark vernachlässigte Schülerschaft der Förderschule einen angemessen Zugang zum Medium Computer erlangen kann. Dabei skizziert der Autor Möglichkeiten, die neben fachlichen Inhalten eine geschickte Verknüpfung mit Förderbereichen sowie Förderplänen im Fokus haben. Gleichzeitig entwickelt der Autor sowohl konkrete Vorlagen für den Computerführerschein als auch einen Regelvertrag für den Computerraum. Für die erfolgreiche Evaluation gibt es konkrete Empfehlungen anhand eines ‚Medienportfolios'.
Jennifer Heisters: "Aufbau und Erprobung einer europäischen Schulpartnerschaft mit Kindern eines vierten Schuljahres unter Inanspruchnahme der eTwinning Plattform zur Stärkung und Erweiterung der Medienkompetenz"
Die Arbeit zeigt zunächst die Internetnutzung von Grundschulkindern im Unterricht sowie im privaten Bereich auf, um die Bedeutsamkeit von Internetkompetenz zu verdeutlichen. Zudem wird beschrieben, welchen Nutzen das Internet für das interkulturelle Lernen im Schulalltag hat. Im zweiten Teil der Arbeit wird erläutert, was eTwinning ist, welche Grundvoraussetzungen für ein mögliches Projekt über eTwinning vorhanden sein müssen, welche Möglichkeiten und Einschränkungen es beinhaltet und wie sich das Thema in den Lehrplan einbinden lässt. Im Hauptteil wird praxisorientiert der Aufbau mit der englischen Partnerschule beschrieben. Das beinhaltet die Auswertung der bisherigen Computer- und Internetnutzung der Klasse 4c sowie konkrete Handlungsschritte zum Aufbau der Partnerschaft und der gemeinsamen Arbeit im TwinSpace. Zum Schluss gibt die Arbeit einen Einblick in Möglichkeiten der Weiterarbeit und zeigt auf, dass die Arbeit mit eTwinning eine innovative, motivierende und lernförderliche Möglichkeit für den Aufbau einer Schulpartnerschaft darstellt und neben Medienkompetenz vielfältige Kompetenzen gefördert werden können.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des Bildungskongresses "Lernen vielfältig gestalten" am 10. März 2012 im Congress-Centrum Nord Koelnmesse/ KölnKongress statt.
Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Organisatoren zusammen.

Laudator Michael Thessel, Leiter des LVR-Zentrums für Medien und Bildung

Laudator Dr. Ulrich Heinemann, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Michael Thessel überreicht den 1. Preis an Sebastian Czok.

Dr. Ulrich Heinemann überreicht den 2. Preis an Seven Petersen und Jessica Wettläufer.

Michael Thessel überreicht den 3. Preis an Olga Voznyuk.

Dr. Ulrich Heinemann überreicht den 1. Preis an Wiebke Veit.

Michael Thessel überreicht den 2. Preis an Jakob Scheidgen.

Dr. Ulrich Heinemann überreicht den 3. Preis an Jennifer Heisters.
Alle Fotos: Dominik Schmitz, LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Medienberatung NRW
Fragen zum ExaMedia NRW-Wettbewerb richten Sie bitte an:
Manfred Kremers
LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Bertha-von-Suttner-Platz 1
40227 Düsseldorf
Tel.: 0211/27404-3189
E-Mail: manfred.kremers@lvr.de
oder
Franz-Josef Klingen
Medienberatung NRW
LVR-Zentrum für Medien und Bildung
Bertha-von-Suttner-Platz 1
40227 Düsseldorf
Tel.: 0211/27404-2806
E-Mail: klingen@medienberatung.nrw.de
Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 16. November 2011