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Hardware

Junge Technik

Quelle: Stefan Arendt, LVR-ZMB

Bei Anschaffung von Hardware hat die Investition in höherpreisige Business-Komponenten gegenüber vordergründigen Einsparungen beim Kauf von Consumergeräten sehr viele Vorteile. Meist sind die Garantiezeiten länger ausgelegt. Im Garantiefall oder bei späteren Erweiterungen des Gerätepools kann der Anbieter nur bei diesen Geräten garantieren, identische Hardware und damit Ersatzteile auch nach längerer Laufzeit liefern zu können. Darüber hinaus bieten die Hersteller Vor-Ort-Services an, die den Second-Level-Support entlasten.

Insgesamt ist Business-Hardware langlebiger und Austauschzyklen von fünf bis sieben Jahren sind bei einigen Geräteklassen keine Seltenheit. Erfahrungswerte belegen zudem, dass höherwertige Optik und Haptik in einem besonneneren Umgang der Schülerinnen und Schüler mit der schulischen Ausstattung resultiert. Zu guter Letzt ist die Preisdifferenz bei Anschaffung größerer Margen an Businessgeräten gegenüber Consumergeräten oft geringer als angenommen und bei den genannten Vorteilen leicht legitimierbar.

Generell gilt es, bei Anschaffung und Ausstattung möglichst ressourcenschonend vorzugehen. Schon bei der Planung sollten im Sinne von Green IT Möglichkeiten von Energieeinsparungen und sparsamem Umgang mit Ressourcen überprüft werden. So können beispielsweise durch Virtualisierung die Anzahl von physikalischen Servern reduziert und Fat-Clientsysteme (Desktop Rechner) durch Thin Clients (Minimal PC) ersetzt werden. Grundlage bildet hier eine ausreichende VDI (Virtual Desktop Infrastructure), um das Einsparungspotential voll zu entfalten.

Energieeinsparungen können über automatisierte Standbyschaltungen oder gebäudebauliche Maßnahmen erreicht werden. Ressourcenschonend ist auch eine hohe Lebensdauer für IT-Komponenten, hier sollten mindestens fünf Jahre erreicht werden.

Vor allem bei Einrichtungen von festen Schülerarbeitsplätzen mit Bildschirmen sind ergonomische Anforderungen an den „Arbeitsplatz“ Schule zu beachten. Hinweise hierzu finden sich in Veröffentlichungen des Verbandes der Unfallkassen (z. B. Bundesverband der Unfallkassen, 2002). Auch Strahlungsemissionen (siehe Netzwerk) und Geräuschemissionen, die häufig durch in IT-Komponenten verbaute Lüfter (wie in Switches oder Grafikkarten) zustande kommen, sind bei der Ausstattung von Schulräumen zu bedenken. Hier sind, wenn die Komponenten in Klassenräumen benutzt werden, im Idealfall lüfterlose Alternativmodelle zu verbauen.


Handy

Quelle: Stefan Arendt, LVR-ZMB

Mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones haben mittlerweile eine hohe Verbreitung und gesellschaftliche Akzeptanz. Studien (z. B. JIM-Studie, 2015) haben gezeigt, dass bei Schülerinnen und Schülern ab den Sekundarstufen eine fast 100 % Abdeckung vorhanden ist. Bei Lehrerinnen und Lehrern kann ebenfalls von einer hohen Verbreitung ausgegangen werden. Generell kann man zwei unterschiedliche Ausstattungsvarianten unterscheiden:

- Das heterogene „Bring your own Device (BYOD)“, bei dem die an Schule Beteiligten ihre eigenen Geräte mitbringen.

- Die homogene Ausstattung durch Vorgabe von Geräten oder Anschaffung bestimmter Geräte.

BYOD entlastet zwar im Bereich der Anschaffungskosten und der Wartungskosten, birgt aber höhere Aufwendungen im Bereich der technischen Einbindung, der pädagogischen Konzeption und der IT-Sicherheit. Eine homogene Ausstattung kann die didaktische und technische Einbindung in den Schulbetrieb erleichtern, Anschaffung- und Wartungskosten müssen allerdings bedacht werden. Um die technischen Möglichkeiten der Geräte voll ausschöpfen zu können, sollte ein entsprechendes WLAN mit hoher Übertragungsrate vorhanden sein. Mobile Endgeräte können zu Motoren der Unterrichtsentwicklung werden, wenn sie konzeptionell verankert sind.

Präsentationsmedien und –technik sind für Schulen ein unabdingbares Grundwerkzeug. Die derzeit noch in nahezu allen Klassenräumen vorhandenen Tafeln und Overheadprojektoren werden nach und nach durch digitale Präsentationsausstattung ersetzt bzw. ergänzt. Beamer, Dokumentenkameras (Visualizer), Monitore und Bildschirme, oder auch interaktive Tafeln drängen in die Klassenzimmer. Dabei ist es schwer, den Überblick zu behalten und klare Empfehlungen auszusprechen, denn nicht alle Lösungen sind für jede Schule empfehlenswert. So hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass teure interaktive Tafeln mit ihrem großen Funktionsumfang in Schulen kaum angemessen genutzt werden, und dass eine Beamerlösung häufig der realen Arbeitssituation mehr entspricht. Einige Schulen ersetzen aktuell alle Overheadprojektoren durch Visualizer. Auch hier sollte hinterfragt werden, ob dies in jedem Klassenraum eine sinnvolle Lösung ist, oder ob nicht günstigere Halterungen für Tablets und Smartphones eine Alternative sein können. Großformatige Bildschirme finden in der Schule bisher eher dort Einsatz, wo dauernde Projektionen gefragt sind, beispielsweise als Informationsmonitore. Zukünftig könnte der Einsatz von großformatigen Bildschirmen aufgrund geringerer Montagekosten eine günstigere Alternative zu Beamern in Klassen- und Kursräumen sein.



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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 15.Oktober 2019

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