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Netzzugang

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Quelle: Stefan Arendt, LVR-ZMB

Die Nutzung des Internets durch Schülerinnen und Schüler in der Schule weist wegen der besonderen Aufsichtspflicht der Schule rechtliche Besonderheiten auf. Hierbei stehen vor allem Fragen der Verantwortlichkeit und der Haftung bei Urheberrechtsverletzungen sowie erforderliche organisatorische Maßnahmen in der Schule im Vordergrund.

Die hier zugeordneten Themen gehen auf wesentliche Fragen ein, die bei der Nutzung des Internets im pädagogischen Kontext der Schulen von Bedeutung sind.


Breitband - Was ist das?

Breitband

Handlungsempfehlungen von Breitband.nrw für die Förderung von Breitbandanbindungen an Schulen.

Breitband (Stand 2016)

Ein Breitband-Internetzugang hat eine hohe Datenübertragungsrate. Diese ist um ein Vielfaches höher als die Geschwindigkeit älterer Zugangstechniken wie der Telefonmodem- oder ISDN-Einwahl, die im Unterschied als Schmalbandtechniken bezeichnet werden.

Breitbandzugänge sind unterschiedlich schnell. DSL-Geschwindigkeiten von bis zu sechs, acht oder 16 Mbit/s sind die Regel, aber Sie werden gemeinhin noch nicht als Breitband bezeichnet. Über VDSL und Vectoring-Technologie sind auch 50 oder 100 Mbit/s drin. Glasfaserkabel können in Sachen Geschwindigkeit mehr - bis über 200 Mbit/s.

Je stärker die Digitalisierung der Schulen voranschreitet, desto höher sind Ansprüche von Schulen an ihre Internetanbindung. Vor allem, wenn im Unterricht mobile Endgeräte genutzt werden, steigt der Bedarf an Bandbreite und einer performanten Internetanbindung.

Unterschiedliche Technologien der Anbindung werden auf Seiten von Breitband.nrw vorgestellt.

Auch der Anschluss von Schulen kann im Rahmen der Förderprogramme des Bundes und des Landes NRW für den Breitbandausbau unter besonderen Bedingungen gefördert werden. Auch über Mittel des Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG) gibt es die Möglichkeit Anschlüsse von Schulen an das Breitbandnetz zu fördern.

Breitband.NRW gibt obige Handlungsempfehlungen (siehe Bild) für die Förderung der Breitbandversorgung von Schulen. Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten von Breitband.NRW.

LTE - Was ist das?

Der Nachfolger von UMTS, die sogenannte "Long Term Evolution" - kurz LTE - findet immer größere Verbreitung. Der Funkstandard bietet höhere Bandbreiten als UMTS und erlaubt es auch größere Datenmengen, wie sie z. B. durch Video- oder Audiodateien entstehen, performant über das Netz zu verteilen.

Im Rahmen von Bring Your Own Device (BYOD) wird auch immer wieder über die Möglichkeiten der Nutzung von privaten Mobilfunkzugängen statt der von einer Schule bereitgestellten WLAN-Infrastruktur diskutiert.

weiterführende Informationen

  • Digitalkompakt LfM, "LTE: Was ist das eigentlich?"
    Informationsbroschüre der Landesanstalt für Medien (LfM) im Rahmen der Reihe "Digitalkompakt".
    Die Broschüre informiert über den aktuellen Stand der Entwicklung und weist unter einem neutralen Standpunkt auf eventuelle Problemlagen und Interessenskonflikte hin.

Filesharing - Was ist das?

Filesharing ist das direkte Weitergeben von Dateien (Musik, Videos, Spiele) über das Internet. Dabei befinden sich die Dateien auf den Computern der Nutzerinnen und Nutzer oder auf speziellen Servern. Das Anbieten von urheberrechtlich geschützten Daten, nicht nur über das Internet, ist generell verboten.

Risiken
  • Schulen sollten ihre Schülerinnen und Schüler für dieses Thema sensibilisieren und die Risiken von illegalem Filesharing thematisieren.
  • Grundsätzlich kann jeder Internetzugangspunkt (Accesspoint) über seine IP-Adresse eindeutig bestimmt werden. Die Anbieter von Daten im Internet sind also nicht anonym, sondern können über ihren Internetdienstanbieter (Provider) benannt werden.
  • Bei Providern besteht gegebenenfalls eine Pflicht zur Auskunft. Im Rahmen eines Strafverfahrens müssen sie der Staatsanwaltschaft anhand der ermittelten IP-Adressen Auskunft über alle Daten des Beklagten geben, der die IP in einem bestimmten Zeitraum innehatte.
  • Benutzer von Filesharingsystemen laden nicht nur Daten herunter. Sie bieten im Hintergrund automatisch auch die geladenen Files zum Tausch an.
  • Die Nutzer von Filesharingsystemen setzen sich einer erhöhten Gefahr durch Viren, Trojaner und Würmer aus, da in diesen Netzwerken sehr viele Daten ohne Kontrolle angeboten werden. Antivirenprogramme schützen nur bedingt, da neue Schädlinge auch in aktuellen Virendefinitionsdateien nicht unbedingt vorhanden sein müssen.
Maßnahmen
Folgende Maßnahmen sollten Schulen ergreifen, um sich und ihre Schülerinnen und Schüler gegen Abmahnungen und Schadsoftware zu schützen:
  • Sperren der Ports, die nicht für den Schulbetrieb nötig sind.
  • Personalisieren des Zugriffes durch Benutzername und ein (geheimes) individuelles Kennwort.
  • Erstellen einer Computerraum-Nutzungsordnung sowie Dokumentation der Kenntnisnahme durch alle Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigte.

Diese Maßnahmen können eine Internetnutzung im Schulbetrieb sicherer gestalten. Sie entbinden jedoch die Lehrenden nicht von ihrer Aufsichtspflicht.

Weitere Informationen zu diesem Themenbereich finden Sie auf den Seiten der Medienberatung NRW unter:

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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 15.Oktober 2019

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