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Die Schulträger – Medienentwicklungsplanung

Entwicklung, Durchführung und Fortschreibung der Medienkonzepte

Quelle: Medienberatung NRW

Die Ausstattung der Schulen mit Medien dient der Verbesserung des Lernens im Unterrichtsalltag, dieser hat sich durch den Einsatz der digitalen Medien verändert. Lernen mit Medien führt zu anderen Formen des Lehrens und Lernens, z. B. vom tendenziell eher „lehrerzentrierten“ zum verstärkt „schülerorientierten“ Unterricht. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler bestimmte Fertigkeiten und Kompetenzen (Medienkompetenzen) während ihrer Schullaufbahn erwerben. Zur Umsetzung dieser Zielorientierung sollen die Schulen pädagogisch qualifizierte Medienkonzepte vorlegen; letztere müssen von den Bearbeiterinnen und Bearbeitern des Medienentwicklungsplanes zumindest in ihrem pädagogischen Gehalt nachvollziehbar sein. Dieser pädagogischen Basis wird man als Schulträger durch eine reine Festlegung eines Schüler/Rechner-Verhältnisses nicht gerecht. Eine „Ausstattungsformel“ kann haushaltstechnische Entscheidungshinweise liefern, aber schulformabhängige und schulindividuelle Ansprüche nicht abbilden. Daraus folgt auch, dass eine rein standardisierte Ausstattung von Schulen einer pädagogisch begründeten Ausstattungsanforderung nicht genügt. Zur Orientierung: „Für die Ausstattung mit Endgeräten lässt sich ausgehend von der OECD-Empfehlungen feststellen, dass Länder, die häufig als positive Beispiele für Arbeit mit digitalen Medien genannt werden, eine Schüler-Computer-Relation von mindestens 5:1 umgesetzt haben.“ (BREITER, 2015 / Department of Education and Science, 2008)

Mit Blick auf die notwendige Handlungssicherheit für den Schulträger und die Schulen ist mit dem Medienentwicklungsplan eine mittelfristige Finanz- und Organisationsplanung vorzulegen. Dabei hat sich ein Zeitraum von etwa fünf Jahren bewährt. Insgesamt gesehen soll der Medienentwicklungsplan für folgende Teilbereiche Ziele und Mittel festlegen bzw. diese auf der Basis bereits geleisteter Vorarbeiten übernehmen:

· pädagogisch orientierte Medienkonzepte der Schulen

· IT-Konzeption (Ausstattungsregeln und Homogenisierung von Ausstattungen in Schulen mit Möglichkeiten der Individualisierung), Schul- und Bildungsnetz-Lösungen

· Investitionsplanung für jede Schule (Zeitraum, z. B. sechs Jahre), diese werden kumuliert als Investitions- und Kostenplanung für den Schulträger

· Wartungs- und Support-Konzept

· Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramm sowie

· Controlling und Berichtswesen

Dabei ist eine Beschränkung der Möglichkeiten durch Benennung spezifischer Geräte für die Ausstattung eher hinderlich, innerhalb einer Schule kann sie aber auch von Vorteil sein. Für eine bessere Vernetzung und zum Wohle der Zusammenarbeit zwischen der einzelnen Schule und dem Schulträger sind gemeinsame, jährlich geführte Rückkopplungs- oder Bilanzgespräche ein gutes Instrument. Der Schulträger kann aus diesen Gesprächen die Wirksamkeit seiner Investitionen besser abschätzen und evaluieren und diese Erkenntnisse in die weitere Medienentwicklungsplanung einfließen lassen. Die Schulen wiederum erhalten eine kompetente Rückmeldung und profitieren ihrerseits von der Expertise des Schulträgers für die Fortschreibung ihres Medienkonzeptes. Der Rahmen dieser Gesprächskultur ist frei, eine Beteiligung der Medienberaterinnen und Medienberater der Kompetenzteams ist wünschenswert. Weitere Möglichkeiten des Dialogs zwischen Schulträger und Schulen sind beispielsweise Hausmessen, Musterklassenräume oder Pilotschulen, in denen der Schulträger seine Ausstattungsmodelle und Warenkorbkomponenten präsentieren kann.



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Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 23.August 2019

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