Maker Lab im LVR-ZMB. Stühle, digitale Screens, Pinnwand und weitere Gegenstände.

Digital Making Places
Landesweites Pilotprojekt unterstützt Lehrkräfte mit moderner Technik

Logo DMP und VR


Um Prozesse rund um die Bildung in der digitalen Welt voranzutreiben erhalten die landesweit 33 Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und 45 Kommunale Medienzentren (KMZ) eine breite Palette an moderner Technik, die Lehrende dabei unterstützt ihren Unterricht zeitgemäßer und interaktiver zu gestalten. Zu der angebotenen Ausstattung zählen unter anderem

  • 3D-Drucker und Lasercutter,
  • Audio-Workstations und Greenscreens,
  • programmierbare Roboter und Mikrocontroller.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des DigitalPakt Schule gefördert.

Der Making-Gedanke: Kreativität und Problemlösung im Fokus

In den KMZ und ZfsL erleben Lehrkräfte die Lernkultur des Makings, bei der die aktive Auseinandersetzung mit realen Aufgabenstellungen und Problemlösungen im Mittelpunkt steht. Ziel ist es kreative und handlungsorientierte Lösungen zu entwickeln und diese in konkrete Produkte umzusetzen.

Daraus ergeben sich zahlreiche Lernszenarien, wie:

  • Produktion eines Podcasts mit selbst komponierten Jingles
  • Gestaltung von Klassen-T-Shirts mit der digitalen Stickmaschine
  • Programmierung eines Roboters zur Lösung von Alltagsproblemen
  • Erstellung einer 3D-Karte der Schulumgebung
  • Produktion eines Kurzfilms mit Greenscreen und Special Effects
  • interaktive Kunstprojekte mit Alltagsgegenständen
  • animierte Erklärvideos
  • Entwurf und Druck personalisierter Spielfiguren
  • Erstellung einer Musikkomposition mit digitaler Workstation

„Mit den Digital Making Places unterstützen wir Lehrkräfte dabei, eine neue Lernkultur zu etablieren, in der kreative Auseinandersetzungen mit dem Lerngegenstand und das Ausprobieren von Ideen im Mittelpunkt stehen. Dieser Ansatz fördert nicht nur technische und kreative Fähigkeiten, sondern auch die Bereitschaft, aus Erfahrungen zu lernen und innovative Lösungen zu entwickeln“, erklärt Birgit Giering, Leitung der Arbeitsgruppe bei der Medienberatung NRW.

Die Lehrerinnen und Lehrer haben vor Ort die Möglichkeit, sich selbst an den Geräten auszuprobieren, die Prozesse auf dem Weg zum fertigen Produkt kennenzulernen und ihr technisches sowie methodisches Wissen zu erweitern. Diese Erfahrungen stärken die Lehrkräfte in ihrer Sicherheit im Umgang mit den Geräten und geben ihnen wertvolle Impulse für einen aktivierenden und zeitgemäßen Unterricht, der fächerübergreifende Zukunftskompetenzen fördert.

Die Medienberatung NRW ist Schlüsselpartner im Projekt Digital Making Places

Am Gelingen des Projektes sind zahlreiche Partner aus Politik, Bildung, Verwaltung und IT involviert. Die Medienberatung NRW übernimmt hierbei eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des Projekts.

Als zentrale Schnittstelle zwischen Land und Kommunen sorgt sie für die reibungslose Kommunikation und unterstützt die Kommunalen Medienzentren mit Informationsveranstaltungen, individueller Beratung und projektbezogenen Materialien. Ergänzend dazu organisiert sie regelmäßig Praxistreffen, bei denen Projektbeteiligte ihre Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und neue Impulse für die Unterrichtsentwicklung erhalten können. Zudem ist sie Teil der landesweiten Projektgruppe, die für die Erarbeitung von pädagogischen Beispielssettings zuständig ist und betreut die projektbezogene Arbeits- und Kommunikationsplattform.

Stefan Drewes, Leiter des LVR-Zentrums für Medien und Bildung und der Medienberatung NRW, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit:

„Das Pilotprojekt 'Digital Making Places' zeigt, wie Land und Kommunen gemeinsam Innovationen im Bildungsbereich vorantreiben. Es verbindet praktische Ansätze mit moderner Technologie und setzt wichtige Impulse für die Unterrichtsentwicklung in Nordrhein-Westfalen.“

In der nachfolgenden Videoproduktion erhalten Sie einen ersten Einblick in das Pilotprojekt.

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Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien und Bildungsmedien

Auch das kommunal- und landesweite Angebot der Bildungsmediathek NRW trägt zum Gelingen des Pilotprojektes bei. In der Bildungsmediathek NRW finden Lehrkräfte zahlreiche Beispiele und Anregungen zum Einsatz der Technik in ihrem Unterricht. Neben frei verfügbaren Unterrichtsmaterialien sind auch lizenzpflichtige Medienpakete zu finden, die nach einem persönlichen Login abrufbar sind – stöbern Sie in der Sammlung passender Materialien. Das gesamte Angebot der Bildungsmediathek NRW ist für alle Lehrkräfte in NRW kostenfrei.

Die Bildungsmediathek NRW wird getragen von der Medienberatung NRW, einer vertraglichen Zusammenarbeit des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, in Kooperation mit den Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Pilotprojekt finden Sie auch hier:

Ministerium für Schule und Bildung NRW

LVR-Zentrum für Medien und Bildung NRW

STUDIO 47: Videobeitrag zur Eröffnungsveranstaltung

Sie interessieren sich auch für das landesweite Pilotprojekt „Virtual Reality-Technologie"? Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Themenbereich.

FAQ – Landesweites Projekt "Digital Making Places"

Digital Making Places sind kreative Lernräume, in denen sich Lehrkräfte ohne jede Scheu und unter Anleitung mit digitalen Technologien vertraut machen können. Teilnehmende Kommunen bieten hierfür beispielsweise 3D-Drucker, Robotikequipment, Kameras, Lasercutter, Greenscreens oder auch Stickmaschinen an.

Das Pilotprojekt aus Mitteln des DigitalPakt Schule wird in 33 Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und 45 Kommunalen Medienzentren in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune, ob eine Einrichtung an dem Projekt teilnimmt.

  • Visual Place: Erstellung hochwertiger Videoprojekte mit professionellem Equipment wie Kameras, Beleuchtung, Greenscreens und 360°-Technologie
  • Audio Place: Produktion von Podcast- und Musikproduktionen mit MIDI-Keyboards, hochwertigen Mikrofonen und professioneller Software
  • Haptic / Tinker Place: Kreative Gestaltung mit 3D-Druckern, Lasercuttern und programmierbaren Stickmaschinen
  • Coding / Flex Place: Digitale Projekte mit programmierbaren Robotern, Mikrocontrollern und leistungsstarken Computern

In Ergänzung dazu gibt es noch ein Sonderpaket „Sonderpädagogische Förderung“. Im Sinne des Making-Gedankens ist es durchaus gewünscht, die Kreativbereiche zu verbinden.

Die Digital Making Places (DMP) sind außerschulische Lernorte, an denen Lehrkräfte in einem unterstützenden Umfeld an praxisnahen und fächerübergreifenden Projekten wie Podcast-Produktionen, digitalen Stickprojekten, programmierten Roboterlösungen oder interaktiven Erklärvideos tüfteln können.

Die Nutzung von DMP fördert wichtige Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, kollaborative und kooperative Arbeitsformen und kreative Problemlösungskompetenz.

Das Angebot der Kommunalen Medienzentren richtet sich in erster Linie an interessierte Lehrkräfte, die sich mit der Idee und den pädagogischen Potenzialen des Digital Makings vertraut machen und ihre Fähigkeiten im Umgang mit den Geräten verbessern möchten, um das Erlernte anschließend im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern umzusetzen.

Die Implementierung von „Making“ in den Schulalltag kann über die Lernerfahrungen für Schülerinnen und Schüler hinaus weitreichende positive Effekte auf die gesamte Schulkultur haben

Schulen, die „Making“ integrieren, werden zu kreativen und dynamischen Lernumgebungen, in denen sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler neue Formen der Zusammenarbeit und des Problemlösens erleben. Dabei ist „Making“ mehr als nur ein pädagogisches Konzept – es ist eine Vision für die Schule der Zukunft, die traditionelle Lehr- und Lernstrukturen neu denkt.

Foto: Birgit Giering

Birgit Giering
Bereichsleitung für
Landesweite Projekte im Rahmen des DigitalPakt Schule

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