Schülerinnen und Schüler arbeiten mit VR-Technologie. Ein Schüler trägt eine VR-Brille.

Virtual Reality-Technologie
Landesweites Pilotprojekt unterstützt weiterführende Schulen mit moderner Technik

Logo DMP und VR


Im Rahmen des landesweiten Pilotprojektes „Virtual Reality-Technologie für das Lehren und Lernen in der digitalen Welt“ (kurz VR) erhalten weiterführende Schulen in NRW die Möglichkeit, die Nutzung der VR-Technologie für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Unterrichtsgestaltung zu erproben sowie in fachbezogenen Unterrichtssettings einzusetzen.

Die 33 Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und 46 Kommunalen Medienzentren werden mit rund 3.000 VR-Brillen zur unterrichtlichen Nutzung bzw. zur zeitweisen Überlassung an die Lehrkräfte ausgestattet. Darüber hinaus wird den Schulen projektbezogen eine innovative Lehr-Lernumgebung bereitgestellt. Ziel ist die landesweite technische Bereitstellung einer Lehr-Lernumgebung sowie ein Erkenntnisgewinn über die Tragfähigkeit der genutzten Strukturen beim Einsatz von Virtual Reality.

Das Potenzial von VR für den Unterricht

Das Potenzial der VR-Technologie für den Unterricht liegt im Konzept der Immersion. Dabei wird durch visuelle Darstellungen, Bewegungsverfolgung und Interaktivität ein vollständiges Eintauchen in eine virtuelle Welt ermöglicht und diese als realitätsnah erlebt. Theoretisches Wissen kann so mit praktischen Erfahrungen verbunden, Unterrichtsinhalte besser durchdrungen und nachhaltiger verstanden werden.

Dass das Pilotprojekt gezielt auch die zweite Phase der Lehrkräfteausbildung in den Blick nimmt, verdeutlicht das Potenzial dieser Technologie im Unterricht und die Bedeutung im Rahmen der Professionalisierung der Lehrkräfte in NRW (PDF, 0,98 MB) . Zukünftige Lehrkräfte sollen bereits während ihrer Ausbildung mit neuen Technologien zur Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen vertraut gemacht werden und die Gestaltungspotenziale für einen zukunftsorientierten Unterricht kennenlernen.

Unterstützungsleistung der Medienberatung NRW

Ein solches, landesweites Pilotprojekt bündelt viele Ressourcen unterschiedlicher Akteure – auch die der Medienberatung NRW, die das Ministerium für Schule und Bildung NRW seit Beginn des Pilotprojekts unterstützt.

Die Medienberatung NRW fungiert in diesem Pilotprojekt als wichtige Schnittstelle zwischen dem Land und den Kommunen. Sie ist unter anderem für alle Kommunikationsprozesse zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung NRW und den 46 teilnehmenden kommunalen Einrichtungen verantwortlich und begleitet das Projekt in allen Phasen mit ihrer fachlichen Expertise. Dadurch trägt sie maßgeblich dazu bei, die Herausforderungen eines solch umfangreichen Projekts erfolgreich zu bewältigen.

Zudem unterstützt die Medienberatung NRW bei der Organisation von Veranstaltungen. Dies umfasst Aufgaben im Zusammenhang mit dem Anmeldeprozess sowie die Bereitstellung und digitale Begleitung einer Veranstaltungsplattform.

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Besondere Rolle der Bildungsmediathek NRW

Eine besondere Rolle spielt dabei die Bildungsmediathek NRW, die in Zusammenarbeit mit den Kommunalen Medienzentren von der Medienberatung NRW betrieben wird. Die Bildungsmediathek NRW leistet in zwei zentralen Bereichen einen Beitrag zum Erfolg und zur praktischen Umsetzung des Pilotprojekts:

  • Zum einen stellt sie ein Modul zur Gebrauchsüberlassung bereit, das die Verwaltung der VR-Brillen in den Kommunalen Medienzentren und die Bereitstellung der Geräte für die Schulen ermöglicht.
  • Zum anderen bietet sie eine Schnittstelle zum VIL-Portal, über die passende VR-Lerninhalte zur Verfügung gestellt werden, die teilweise aus dem Datenbestand der Bildungsmediathek NRW stammen.

In 46 beteiligten Kommunen Nordrhein-Westfalens stehen VR-Brillen für den Einsatz im schulischen Unterricht bereit. Dort erhalten Sie als Lehrkraft eine persönliche Beratung, wie diese über die VIL-Mediathek bespielt werden können, welche Sie mit Ihrem Account in der Bildungsmediathek NRW über den Menüpunkt „Apps“ aufrufen können. Hier wird Ihnen eine vielfältige Medienauswahl, beispielsweise zu den Fächern Biologie, Geographie, Kunst, Geschichte, aber auch im Bereich berufliche Orientierung bereitgestellt. Ein breites Angebot an 360-Grad Videos, Webanwendungen und VR-Anwendungen – darunter auch viele Medien aus der Bildungsmediathek NRW – kann direkt genutzt werden. An dieser Stelle weisen wir gerne auf eine redaktionell zusammengestellte Sammlung von VR-Medien hin. Sie können aber auch eigene Inhalte produzieren und auf den Brillen ergänzen.

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Medienkompetenz fördern

Auch in diesem Projekt ist die Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern zielt auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Diese können mit dieser Technologie Lerngegenstände und -inhalte neuartig und anders erleben: Beispielsweise können sie in virtuelle Umgebungen eintauchen und sich Lerninhalte auch interaktiv erschließen. Unterschiedliche Lernräume ermöglichen Schülerinnen und Schülern, räumliche, zeitliche oder physikalische Begrenzungen zu überwinden und hierdurch schwer zugängliche oder weit entfernte Orte aus nächster Nähe zu erkunden oder Experimente gefahrlos zu simulieren. VR öffnet damit neue Möglichkeiten für ein anschauliches und praxisnahes Lernen. Mit Blick auf die Förderung von Medienkompetenz lässt sich der Einsatz von VR an unterschiedlichen Stellen mit dem Medienkompetenzrahmen NRW sinnvoll verknüpfen. Ebenso werden mit der Ihnen zur Verfügung gestellten Technologie weitere Möglichkeiten der Entwicklung einer lernförderlichen Lehr- und Lernumgebung im Sinne des Impulspapiers II des Ministeriums für Schule und Bildung NRW geschaffen.

Die VR-Technologie wurde aus Mitteln des DigitalPakt Schule finanziert und durch das Ministerium für Schule und Bildung NRW in 46 Kommunen und 33 Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung zur Gebrauchsüberlassung bereitgestellt. Alle zentralen Informationen zum Projekt, Anleitungen und mehr erhalten Sie auf der Homepage für das Lehren und Lernen in der digitalen Welt.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Pilotprojekt finden Sie auch unter:

Ministerium für Schule und Bildung NRW

Ministerium für Schule und Bildung NRW | Hinweise zu Smart-City

Sie interessieren sich auch für das landesweite Pilotprojekt „Digital Making Places"? Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Themenbereich.

FAQ – Landesweites Projekt "Virtual Reality"

Das Pilotprojekt „Virtual-Reality-Technologie“ für das Lehren und Lernen in der digitalen Welt stellt Schulen in NRW eine VR-gestützte Lehr- und Lernumgebung zur Verfügung, um immersive Lernerfahrungen in verschiedenen Unterrichtsfächern wie Geographie, Geschichte oder Biologie erproben zu können.

Die VR-Brillen stehen für interessierte Lehrkräfte in den Kommunalen Medienzentren der teilnehmenden Kommunen zur Gebrauchsüberlassung bereit.
Alle notwendigen Informationen zur schulischen Nutzung der VR-Technologie gibt es im PDF-Dokument des Ministeriums für Schule und Bildung NRW.

Über die Bildungsmediathek NRW bzw. das Portal des Kooperationspartners VIL stehen zahlreiche VR-Medien wie 360°-Videos oder WebApps für unterschiedliche Unterrichtsfächer wie z. B. Geographie, Kunst, Geschichte oder zur Berufsorientierung zur Verfügung. Lehrkräfte können mit diesen Inhalten arbeiten oder auch selber erstellte Anwendungen hochladen.

Weiterführende Informationen zum landesweiten Angebot „Smart City“ für den Geographieunterricht in der Sekundarstufe I sind auf der Website des Ministeriums für Schule und Bildung NRW zu finden.

Foto: Birgit Giering

Birgit Giering
Bereichsleitung für
Landesweite Projekte im Rahmen des DigitalPakt Schule

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